Musik ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Jede Zeit und jede Generation hat ihre eigene Musik und eigenen Instrumente. Manche sind so speziell, dass man sie nur in sehr kleinen Gebieten findet, wie z. B. das Alphorn.
Hierbei handelt es sich um ein bis zu 6 Meter langes Blasinstrument, das zwar meist aus Holz besteht, aber dennoch aufgrund seiner Blastechnik zu den Blechblasinstrumenten zählt. Obwohl das Alphorn gern als “Handy der Berge“ bezeichnet wird, diente und dient es weniger der Verständigung oder als Signal, sondern doch eher zum Musizieren und zur Unterhaltung. Es wurden sogar schon klassische Musikstücke für Alphorn komponiert und auch einige Rock- und Jazzbands sind mit einem Alphorn auf der Bühne aufgetreten. Doch meist ist es in der Volksmusik zuhause. Ursprünglich stammt es aus der Schweiz, doch auch bei einem Urlaub im Allgäu oder in Österreich kann man diese langen Blasrohre sehen und hören.
Zu jedem feierlichen Anlass ruft man in den Alpen die Alphornbläser, so auch in diesem Jahr zum Schulanfang. Dabei zeigen nicht nur ausgewachsene Männer und Alphörner, was in ihnen steckt, sondern auch Schulkinder. Natürlich sind ihre Alphörner etwas kleiner, aber immerhin schon länger als eine Schultüte. Die Alphornbläser, die schon vor 200 Jahren als Bettelmusikanten durch die Berge zogen, bekommen nach dieser alten Tradition anschließend von jedem Dorfbewohner ein paar Münzen, werden zum Essen oder einem Gläschen Penfolds eingeladen. Doch natürlich kommen auch die neugebackenen Schulkinder auf ihre Kosten, denn da die meisten mit Schulbussen von der Alm eingesammelt werden und zur Schule und wieder nach Hause gebracht werden, kommen sie auf ihrem Schulweg selten an einem Spielplatz vorbei. Deshalb gibt es auf den Schulhöfen immer sehr schöne und große Spiel- und Sportplätze mit Wippe und Klettergerüst, Schaukeln, Rutschen und allem, was eben so dazu gehört. Darum kümmern sich nicht nur die Kommunen und Lehrer, sondern auch die Eltern.