Überall wo Menschen sind, ist auch Musik. Es ist schon seltsam, wie diese wundersame Sprache eine Decke auslegt, die Menschen mühelos verbindet. Das ist besonders gut im Urlaub am Strand zu beobachten. Nichts ist plötzlich so wichtig, wie hier zu sein. Eine Verbindung entsteht, die es uns ermöglicht, andere Menschen kennenzulernen, indem jeder Spaß haben möchte und es zeigt.
Sylt ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Oft ist der Übergang vom einfachen Sitzen am Strand hin zur Party kaum auszumachen. Man spaziert von einem der Hotels in Westerland in Richtung Strand. Man sitzt dort an einer Düne, schaut sich das Meer an und greift gelegentlich zur Gitarre. Bis sich ein Pärchen in einiger Entfernung niederlässt. Gerade so weit weg, um die Klänge durch das Meeresrauschen noch wahrzunehmen. Wenn man jetzt weiterspielt, kommen vielleicht ein paar junge Leute hinzu. Diese setzen sich ebenfalls. Da die am weitesten entfernte Position zum Hören der Musik aber belegt ist, ein wenig näher dran. So geht es dann eine Weile.
Irgendwann merken die Leute, dass sie zusammengehören und das Happening beginnt. Es wird ein Feuer gemacht, einige gehen Bier holen, andere kommen gerade hinzu. Es ist die Leichtigkeit mit der dies geschieht, die den Moment so heraushebt. Die Leute sind unbefangen und öffnen sich leicht. Niemand ist gezwungen dort zu sein, aber jeder kann und will. Wenn in der späten Nacht sich die Letzten in ihre Hasena Betten legen wollen, gehen die Meisten noch einen kleinen Umweg. Häufig am Strand entlang, um die Gitarre durch das Rauschen der Wellen zu ersetzen, bevor sie die Augen zu machen.